Presseerklärung von Notruf113 zur geplanten Übernahme der Rhön AG durch Fresenius:
In Übereinstimmung mit den Kliniksdirektoren von Gießen und Marburg, den Leitungen der Universitäten, dem Marburger Oberbürgermeister und dem Stadtparlament sowie der Landtagsfraktion der SPD betont NotRuf113, dass die Privatisierung der Uniklinika gescheitert ist. Die geplante Übernahme der Rhön- AG durch Fresenius ändert an der beklagenswerten Situation nichts. Krankenversorgung, Forschung und Lehre werden nach wie vor für kommerzielle Interessen missbraucht. Der börsennotierte Konzern Fresenius wird die Übernahme durch einen Kredit und eine Anleihe finanzieren. Bereits im zweiten vollem Jahr soll sich die Transaktion positiv auf den Gewinn pro Aktie auswirken. Klar ist, dass die Refinanzierung von den Mitarbeitern erwirtschaftet werden muss. Die Mittel werden nicht für die Patientenbetreuung zur Verfügung stehen. Zahlen werden wir alle durch unsere Steuern und Versicherungsbeiträge. Wir fordern daher weiterhin die Rücknahme des Uniklinikums durch das Land.
Gemeinsam für unser Klinikum - Gesundheit ist keine Ware!
Trotz steigender Patientenzahlen und einem Rekordgewinn im letzten Jahr von 15,2 Millionen plant die Rhön-Klinikum AG einen drastischen Stellenabbau am Uniklinikum Gießen und Marburg. Stellen werden bereits schleichend abgebaut. Zu der schon vorhandenen Überbelastung der Beschäftigten sollen nun weitere 500 Stellen gestrichen werden. Dadurch wird die medizinische Versorgung in Mittelhessen gefährdet! Auf Initiative einer engagierten Bürgerin, Helga Scherer, haben sich Bürger, Beschäftigte, Ärzte, Gewerkschaftsvertreter und Politiker fast aller Parteien und die Betriebsräte beider Standorte zum Bündnis "Gemeinsam für unser Klinikum" zusammengeschlossen. Das Aktionsbündnis "Gemeinsam für unser Klinikum" fordert:
- einen sofortigen Stopp des Stellenabbaus am Uniklinikum Gießen und Marburg!
- eine nachhaltige Sicherung der Patientenversorgung in Mittelhessen!
- den Erhalt der Unikliniken als attraktiven Standort für Forschung und Lehre!
Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung! Unterschreiben Sie gegen den Stellenabbau am Uniklinikum Gießen und Marburg! Unsere Unterschriftenaktion finden Sie unter
http://www.buergerbegehren-marburg.de/unterzeichnen.html
03.05.2012 Frankfurter Rundschau
Rückkaufsrecht für Uniklinik
Übernimmt Fresenius den Rhön-Konzern, könnte das Land die Anteile am privatisierten Universitätsklinikum Gießen-Marburg wieder erwerben. Das allerdings dürfte die Hessen viel Geld kosten. Mehr...
27.04.12 Oberhessische Presse
"Betrieb kommt hier bald zum Erliegen"
Am Tag nach dem Übernahmeangebot des Medizinkonzerns Fresenius für die Rhön-AG sank die Stimmung am Universitätsklinikum Gießen und Marburg weiter. Mehr...
26.04.12 Spiegel online
Rhön-Übernahme durch Fresenius
Klinikkonzern schmiedet Gesundheits-Giganten
Im Gesundheitssektor bahnt sich ein Mega-Deal an. Der Dax-Konzern Fresenius will den Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum für rund drei Milliarden Euro übernehmen und mit den eigenen Helios-Häusern zusammenführen. Dadurch entstünde Deutschlands größter privater Klinikkonzern. Mehr...
19.03.2012 Gießener Anzeiger
Protest gegen Stellenabbau
Rund 2000 Demonstranten machten ihrem Unmut Luft.
„Nun hat die Rhön AG unsere schlimmsten Erwartungen getoppt“, ruft Micha Brandt von der Ärzteorganisation „Notruf 113“ den Demonstranten vor dem Marburger Rathaus zu: „Dass mit einer solchen Dreistigkeit Stellen abgebaut werden sollen, damit haben selbst wir nicht gerechnet.“ Der drohende Stellenabbau am privatisierten Universitätsklinikum Gießen und Marburg hat viele Menschen mobilisiert. Mehr...
7.1.2011
Maulkorb für Rhönkritiker
Einzelne Mitglieder von Notruf113 erhielten in den letzten Wochen Schreiben einer von der Rhön AG beauftragten Anwaltskanzlei.
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